Glossar
Gewöhnung
Die Gewöhnung ist die progressive Verringerung der Empfindung von Parästhesien, die durch die Stimulation der Alpha-Nervenfasern entsteht (Feintastempfindung). Dieses Phänomen tritt häufig bei TENS-Behandlungen auf, bei der feste Stimulationsparameter verwendet werden. Das liegt daran, dass das TENS-Programm von Compex eine Frequenzmodulation verwendet, um das Phänomen der Gewöhnung zu vermeiden.
Energie und Intensität
Der bestimmende Faktor bei der Elektrostimulation ist die Menge der angewandten elektrischen Ladungen (Mikro-Coulomb) Bei rechteckigen Impulsen ist die Menge der elektrischen Ladungen das Produkt aus Impulsdauer und Stromintensität.
Wenn eine elektrische Stimulation mit bekannter Impulsbreite durchgeführt wird, ist die Intensität (in Milliampere) ein zufriedenstellender und reproduzierbarer Indikator für eine Sitzung, mit der die Stärke der Stimulation für den Benutzer definiert werden kann.
Wenn die Impulsdauer von einer Sitzung zur anderen für ein Programm variieren kann, bei dem alle anderen Parameter identisch sind und die Behandlung beim gleichen Muskel derselben Personen durchgeführt wird, ist die Intensität kein geeigneter Indikator mehr, denn bei gleicher Intensität kann sich die Anzahl elektrischer Ladungen ändern.
Speedplay
Training und Vorbereitung der Muskeln auf jegliche Art der Muskelarbeit (aerobe Ausdauer, anaerobe Ausdauer, Kraft, Schnellkraft) dank unterschiedlicher Arbeitssequenzen.
Impulsfrequenz
Die Impulsfrequenz ist die Anzahl der Impulswiederholungen in einer Sekunde. Diese Frequenz wird in Hertz (Hz) ausgedrückt.
Wenn die Impulsfrequenz 10 Hz beträgt, bedeutet das, dass der Impuls zehnmal in der Sekunde wiederholt wird und dass die Fasern zehnmal in der Sekunde zucken. Wenn die Impulsfrequenz 25 Hz beträgt, bedeutet das, dass der Impuls 25 mal in der Sekunde wiederholt wird und dass die Fasern 25 mal in der Sekunde zucken. 25 Einzelzuckungen in der Sekunde bedeuten jedoch so viele Zuckungen in einem geringen Zeitraum, dass sie nicht mehr einzeln zu unterscheiden sind. So erfolgt eine zeitliche Aufsummierung der Zuckungen. Anstatt aufeinanderfolgender Einzelzuckungen, verschmelzen die Zuckungen miteinander und man beobachtet eine echte tetanische Kontraktion. Das Phänomen des Verschmelzens der Zuckungen nennt man Tetanisierung oder tetanische Kontraktion. Je deutlicher sie ist, umso größer sind die entwickelte Kraft und die geleistete Arbeit je Zeiteinheit.
Als de impulsfrequentie 10 Hz is, betekent dit dat de impuls tienmaal per seconde herhaald wordt en dat de vezels tienmaal per seconde samentrekken. Als de impulsfrequentie 25 Hz is, betekent dit dat de impuls 25 maal per seconde herhaald wordt en dat de vezels 25 maal per seconde samentrekken. 25 samentrekkingen per seconden zijn echter zoveel samentrekkingen in een korte periode dat de individuele samentrekkingen niet meer van elkaar te onderscheiden zijn. Dit veroorzaakt een sommatie van de samentrekkingen in de tijd. In plaats van afzonderlijke, gescheiden samentrekkingen, vallen de samentrekkingen samen en neemt men een echte tetanische contractie waar. Het verschijnsel van het samensmelten heet een tetanisatie of een tetanische samentrekking. Hoe sterker dit verschijnsel optreedt, hoe groter de ontwikkelde kracht en hoe groter het werk per tijdseenheid.
Impuls
Der optimale Impuls kann definiert werden als jener, der im Rahmen der Weiss’schen Gesetze das Ruhepotenzial bis zur Stimulationsschwelle reduziert und gleichzeitig dem Patienten einen maximal möglichen Komfort bietet. Die zweite Forderung wird durch die Minimierung der elektrischen Parameter des Stimulationsstroms erfüllt.
Der optimale Impuls erfüllt folgende Anforderungen:
- Von einem Gleichstromgenerator erzeugter Stromimpuls.
- Vertikal einsetzender Strom, um eine sofortige Wirkung bei minimaler Applikationsdauer zu erzielen
- rechteckige Form, sodass mit einer möglichst reduzierten Intensität gearbeitet werden kann
- Impulsdauer entsprechend der Chronaxie der zu erregenden Nervenstruktur, um die elektrische Energie auf ein Minimum zu reduzieren.
- kompensierter Impuls bei Durchschnittsenergie gleich 0, um die Nebenwirkungen durch eine Polarisierung zu vermeiden
Lombalgie
Die Schmerzen an Wirbeln unterhalb von Th 12 werden als Dorsalgien bezeichnet. Sie haben andere Ursachen, Mechanismen und Behandlungen als die Lumbalgie und werden hier nicht behandelt. Die mit Lumbalgie zusammenhängenden Schmerzen können sich abwärts bis zu Gesäß, der Oberschenkelrückseite bis zu den Knien erstrecken.
Lumbago
Lumbago ist ein Anfall von heftigen akuten oder subakuten Rückenschmerzen. Am häufigsten tritt der Anfall beim Aufrichten auf, oder während eines Hustenanfalls, ob die Person eine Last getragen hat oder nicht. Die Umstände der Auslösung ähneln oft denjenigen der Lumbal-Ischialgie, jedoch sieht man die Ursache auch im hinteren Wirbelbogen, dessen Ungleichgewicht sich auf die Bandscheibe auswirkt.
Heftiger Lumbago und Lumbal-Ischialgie unterscheiden sich darin, dass bei ersterem der Ischialgieschmerz fehlt. Abgesehen davon sind die Symptome im Lumbalbereich gleich: Der Patient fühlt sich durch den Schmerz blockiert und oft genötigt, das Bett zu hüten ("hat sich das Kreuz verrenkt").
Muscle Intelligence? Die mi-Technologie
In der Rubrik Produkte finden Sie vor bestimmten Stimulatoren das Symbol "mi" muscle intelligence. Das ist eine einzigartige Technologie, die die individuellen physiologischen Gegebenheiten Ihrer Muskeln berücksichtigt und somit eine Stimulation anbieten kann, die genau auf Sie persönlich zugeschnitten ist.
Das ist einfach, weil die Übermittlung dieser Daten an den Stimulator automatisch erfolgt!
Das ist individuell, weil jeder unserer Muskeln einzigartig ist!!
Ihr Training wird damit automatisch individuell eingestellt und für Ihre physiologischen Verhältnisse maßgeschneidert.
MI-SENSOR
Dank dem miniaturisierten mi-SENSOR eröffnet sich für Ihre Arbeitssitzungen eine ganz neue Welt.
Der mi-SENSOR ist ein kleiner Sensor, der den Stimulator mit den Elektroden verbindet. Mit ihm lassen sich bestimmte physiologische Eigenschaften des Muskels messen.
MI-SCAN
Mit der mi-SCAN-Funktion sondiert der mi-SENSOR vor Beginn der Arbeitssitzung die gewählte Muskelgruppe und stellt die Parameter des Stimulators automatisch auf die Erregbarkeit dieser Körperzone ein – ganz nach den jeweiligen physiologischen Gegebenheiten.
Dies entspricht einer persönlichen Behandlung im eigentlichen Sinn.
mi-SCAN passt die Elektrostimulationssitzung der Physiologie der betreffenden Person an.
MI-ACTION
Mit der Funktion mi-ACTION optimiert der mi-SENSOR die Effizienz Ihrer Sitzung. Mit dieser Funktion können Sie willentliche Kontraktionen nach Ihrem eigenen Rhythmus mit stimulierten Kontraktionen kombinieren. Sie sind tatsächlich Meister Ihrer Sitzung.
mi-ACTION ist ein Arbeitsmodus, bei dem eine willentliche Muskelkontraktion automatisch von einer Kontraktion durch Elektrostimulation begleitet wird.
Die Kontraktion durch Elektrostimulation wird dadurch perfekt gesteuert, die Arbeitssitzung wird außerdem angenehmer, gründlicher und vollständiger.
MI-TENS
Mit der mi-TENS Funktion erleichtert der mi-SENSOR die Regulierung der bei den Schmerz-Programmen einzusetzenden Stimulationsenergie. Die Regulierung erfolgt sofort und automatisch. Das erleichtert den Vorgang für den Anwender und garantiert ein optimales Ergebnis.
Die mi-TENS-Funktion zielt darauf, die optimale Stimulationsenergie für die gesamten Programme vom Typ TENS (Schmerzlinderung) zu finden und einzusetzen.
Anhand der regelmäßig während der Sitzung aufgezeichneten durchgeführten Messungen passt das Gerät ständig und automatisch die Stimulationsenergie an, um das Auftreten jeglicher Muskelkontraktionen zu vermeiden, welche bei Programmen dieses Typs nicht erwünscht sind.
MI-RANGE
Mit der mi-RANGE Funktion gibt der mi-SENSOR den idealen Regulierungsbereich für die Stimulationsenergien (Minimum und Maximum) an, die bei den Programmen mit niedrigen Frequenzen, wie Erholung oder Massage, einzuhalten sind.
Dank der mi-RANGE Funktion brauchen Sie sich nicht mehr zu fragen, ob die von Ihnen gewählte Energie zu hoch oder zu niedrig dosiert ist. Diese Funktion zeigt Ihnen die richtige Einstellung, und optimiert auf diese Weise die Effizienz Ihrer Behandlung oder Ihres Trainings.
ZUBEHÖRPRODUKTE
Die Stimulatoren COMPEX mi-SPORT und COMPEX mi-FITNESS verfügen über alle muscle intelligence™-Funktionen.
mi-READY
Um Ihnen den Zugriff auf weitere Funktionen der mi-Technologie zu ermöglichen, haben wir den Stimulator Compex ENERGY und COMPEX PERFORMANCE mit der Option mi-READY ausgerüstet.
Wozu?
Damit sind Sie in der Lage, Ihr Gerät mit dem separat erhältlichen mi-SENSOR aufzurüsten:
- Sobald der mi-SENSOR angeschlossen wird, können Sie die Vorteile bestimmter muscle intelligence™-Funktionen nutzen:
mi-SCAN beim COMPEX ENERGY
mi-SCAN, mi-RANGE und mi-TENS beim COMPEX PERFORMANCE-
- Wenn der mi-SENSOR nicht angeschlossen ist, funktioniert der Stimulator wie üblich.
Pliometrie
Die Pliometrie ist eine Zusammenstellung von Muskelaufbauübungen, die sich auf den Tonus der gestreiften Skelettmuskeln konzentrieren.
Bei einer pliometrischen Übung werden Kraft- und Schnellkraftübungen an mehreren Muskeln des Körpers durchgeführt, die durch eine schnelle Bewegung von Agonisten, gefolgt von einer maximalen Kontraktion, gebildet werden, wobei vorwiegend das Gewicht des Körpers als Hilfsmittel eingesetzt wird.
Dieses Phänomen basiert auf den neuromuskulären Eigenschaften der Muskelfasern und bringt die eigenrezeptive neuromuskuläre Nervenbahn (PNF) ins Spiel.
Motorischer Reizpunkt
Die motorischen Reizpunkte entsprechen einem äußerst begrenzten Bereich, in dem der motorische Nerv am leichtesten erregbar ist. Obwohl die Lokalisierung der verschiedenen motorischen Reizpunkte heute gut bekannt ist, kann es Abweichungen von bis zu mehreren Zentimetern zwischen verschiedenen Personen geben.
Das Programm Motorischer Reizpunkt ermöglicht in einigen Compex-Produkten in Verbindung mit der Anwendung des Motor Point Pens, die motorischen Reizpunkte bei jedem Einzelnen mit großer Präzision zu lokalisieren und eine optimale Wirksamkeit der Programme zu garantieren.
Es wird empfohlen, dieses Programm vor jeder ersten Elektrostimulationsbehandlung der Muskeln anzuwenden. Die auf diese Weise lokalisierten motorischen Reizpunkte lassen sich leicht mit einem Hautstift oder einem anderen Mittel auf der Haut markieren, damit dies nicht vor jeder Anwendung erneut erfolgen muss.
Da mit der mi-Technologie die Impulsdauer an die gemessene Chronaxie angepasst werden kann (mi-SCAN), wird die Größe der Stimulation als Energie angegeben.
Um den Komfort des Patienten bei einer neuromuskulären Elektrostimulationssitzung (lineare Steigerung der entwickelten Muskelspannung) noch zu verbessern, ist die Intensität der verwendeten Energieskala nicht linear und basiert auf der Formel: Quadrat der Intensität mal Impulsdauer.
Zuckung und Kontraktion
Eine Zuckung ist eine Arbeitseinheit für eine motorische Faser in Reaktion auf eine Anregung. Die Zuckung und die Arbeit, die sie repräsentiert, sind in allen Punkten ähnlich, da die Anregung aus einem elektrischen Impuls resultiert, der spontan durch das Nervensystem provoziert wird. Das bedeutet, dass die Muskelfasern immer auf die gleiche Weise auf eine Anregung reagieren.
Die Kraft der durch die Muskelfasern generierten Arbeit variiert je nach Frequenz der Impulse (Wiederholung der Impulse). Eine niedrige Frequenz von 10 Hz (10 Impulse pro Sekunde) führt beispielsweise zu einer schwachen Arbeit der angeregten motorischen Nervenfasern. Im Unterschied dazu führt eine auf 100 Hz angehobene Frequenz zu einer erhöhten Arbeit der angeregten motorischen Neuronen. Die den Motoneuronen auferlegte Arbeit hängt daher von dem Stimulationsprogramm ab. Anders gesagt wird die Arbeit durch die Stimulationsparameter festgelegt.
Wir wissen auch, dass die Reaktionen auf die Dauer der Zuckung vom Typ der Muskelfasern abhängt. Es gibt Unterschiede zwischen den langsamen, mittleren und schnellen Fasern, die ganz offensichtlich in unterschiedlicher Weise reagieren. Darüber hinaus gibt es eine Verbindung zwischen den Variationen der Dauer der Zuckung und denjenigen der erforderlichen Frequenz, um die maximale Tetanisierung der Fasern zu erreichen. Aus diesem Grund variieren die in der Elektrostimulation verwendeten Frequenzen natürlicherweise und müssen den Fasertypen angepasst werden, die tetanisiert werden sollen.
Dank der Kenntnis der Dauer der Zuckung, der Frequenzen der Tetanisierung der verschiedenen Fasern sowie der grundlegenden Forschungsergebnisse und klinischen Studien hat die Firma Compex unterschiedliche Stimulationsprogramme entwickelt. Jedes basiert speziell auf dem Muskelleistungstyp, den der Anwender sucht.















